Samstag, der 19.05.2012 10:25 Uhr.
Was taugt Brennwerttechnik
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Zum Ende der letzten Heizsaison haben die Energieberater der Verbraucherzentralen bundesweit knapp 1000 Brennwertgeräte im Praxiseinsatz untersucht, davon 50 im Saarland. Brennwertgeräte nutzen Kondensationswärme aus dem Abgas sollen deshalb besonders effizient heizen. Gegenüber herkömmlichen Heizkesseln können etwa 10 Prozent Energie eingespart werden. Doch was auf dem Prüfstand eine Tatsache ist, sieht im Heizungskeller daheim oft anders aus.

Brennwerttechnik

Der Brennwertcheck der Verbraucherzentralen ergab, dass nur bei einem knappen Drittel der Anlagen die Besitzer zufrieden sein können. Ein weiteres Drittel der Anlagen sollte bei Gelegenheit optimiert werden, um den Brennwert-Effekt vollständig nutzen zu können. Beim letzten Drittel besteht deutlicher Handlungsbedarf, damit sich die Stärke dieser Technik nicht in Dampf auflöst.

Wichtigste Messgröße war das Kondensat, das die Energieberater der Verbraucherzentralen an typischen Wintertagen mit Außentemperaturen um Null Grad gemessen haben: Ist es viel, dann nutzt das Gerät die Energie des Brennstoffs gut; kommt nur wenig oder gar kein Kondensat aus dem Gerät, wird Heizenergie verschenkt.

Viel hilft nicht immer viel

Zahlreiche andere Aspekte wurden bei der Gelegenheit mit untersucht. Unter anderem: Sind die Heizleitungen ordentlich gedämmt? Wurde die Regelung vernünftig eingestellt? Beides ist nur bei jeder zweiten Anlage der Fall. Ist das Gerät angepasst an das Haus, oder ist es zu groß gewählt? Hier herrscht nach wie vor das falsche Motto „Viel hilft viel.“

Was die Fachleute am meisten alarmiert: In weniger als einem Viertel der Fälle sind die Rohrnetze, die Heizkörper und die Pumpen gut aufeinander abgestimmt. Dies sollte durch den so genannten „hydraulischen Abgleich“ der Heizungsanlage geschehen, der neben einer gleichmäßigen Wärmeabgabe an allen Heizflächen auch zu einem Verbrauchsvorteil von etwa 10 Prozent führt.

Das Fazit

Das Fazit der Energieberater der Verbraucherzentrale fällt daher ernüchternd aus: „Wir haben kaum eine Anlage gesehen, bei der wirklich alles stimmte“. Es gibt aber auch eine gute Botschaft: „Mit einfachen und kostengünstigen Maßnahmen können Heizungsbauer und Energieberater gemeinsam aus vielen Anlagen mehr Effizienz herausholen. In einem typischen Einfamilienhaus können damit Heizkosten von durchaus 150 Euro pro Jahr oder mehr eingespart werden.“

In Völklingen werden Energieberatungen jeden zweiten Dienstag im Monat im Alten Rathaus angeboten. Anmeldung unter Tel. (06898) 132597 oder bei uns.